Die 550D bekommt Gesellschaft

AD 18417.jpgNachdem ich mich von der Canon EOS 40D getrennt hatte und die 550D die einzige Kamera im Haus war, saß bei mir immer das Risiko des Kameraausfalls im Genick. Zugegeben, es ist sehr gering, aber dennoch vorhanden. Während einem Shooting ist zum Beispiel vorletztes Jahr meine damalige EOS 40D mit einem „ERROR 99“ ausgestiegen. Nach einigem Akku dran und Akku ab, sowie Objektivwechsel hin und her verflüchtete sich die Arbeitsunwilligkeit dann nach ca. 15 Minuten wieder – der Schreck und auch die unangenehme, irgendwie hilflose Situation während des Shootings blieb aber.

Gerade Aufträge bei Kunden vor Ort, bei denen ich meine Technik aufwendig heranschaffe und aubaue, sind im Falle eines Kameradefektes fatal. Nicht zuletzt deshalb, weil der Kunde die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter speziell für meinen Einsatz reserviert. Um es kurz zu machen – im Gegensatz zu der 40D hat die EOS 550D ihren Dienst bislang immer getan.

Jetzt sollte aber doch eine Reserve dazu kommen. Ich liebäugelte zuerst mit einer zweiten Kamera des gleichen Modells, entschied mich dann aber doch für ein anderes Modell, um neben der Betriebssicherheit auch den Einsatzbereich zu erweitern.

Wie kann man nun den Einsatzbereich erweitern, wo doch schon die 550D alles sehr gut und mit hoher Bildqualität bewerkstelligt?
Mit mehr Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich der Schärfentiefe – also mit einem Vollformat-Sensor.
Die Auswahlmöglichkeiten waren dabei nicht sehr groß. Einen Wechsel zurück zu Nikon wollte ich nicht, damit ich die Objektive auch untereinander tauschen kann. Also blieb aus dem Canon-Regal nur die EOS 5D Mark II, die EOS 1D Mark IV und die EOS 1Ds Mark III.
Die Preise der EOS 1D-Modelle sind aber SO jenseits meines eingeplanten Budgets, dass ich sicherlich innerhalb der nächsten Jahre nicht so viel fotografiere, dass sich eines dieser Modelle für mich auch nur annähernd rechnen würde. Also blieb noch die EOS 5D Mark II, die ich heute erstmals als eigene Kamera in den Händen halte. Den Geschwindigkeitsvorteil, den ich neben dem Wetterschutz als grössten Vorteil ansehe, kann ich sehr gut verschmerzen, weil meine Aufnahmebereiche keine schnellen Folgeaufnahmen erfordern. Die maximal möglichen knapp vier Bilder/Sekunde sind schon weit mehr, als ich üblicherweise benötige. Wichtiger ist mir eine möglichst perfekte Bildqualität, die ich dazu meist im Studio erreichen möchte. Bei der Produktfotografie kommt es nicht auf Geschwindigkeit an, sondern auf eine hohe Auflösung, die von der Kamera erreicht werden muss. Nach langen Überlegungen entschied ich mich deshalb für diese Vollformatkamera, die in meinen Augen die Einsatzmöglichkeiten in einer, für meinen Einsatzzweck, idealen Weise ergänzt.

Der Monitor ist vergleichbar mit dem der 550D, ebenso der Aufbau des Kamera-Menus. Genau, wie die 550D kann auch die 5D videosequenzen in 1080p aufzeichnen. Bedingt durch den noch größeren Chip aber mit noch weiterreichenden Gestaltungsmöglichkeiten, ebenso aber auch mit einer noch anspruchsvolleren Focussierung, als es bei der 550D schon der Fall ist.
Es ist und bleibt also momentan noch dabei: Eine DSLR kann noch kein vollwertiger Ersatz für eine richtige Videokamera sein. Für speziell geplante Szenen allerdings, sind damit tolle Effekte möglich, die selbst mit einem hochwertigen Camcorder so nicht realisierbar wären.
Schön ist wieder die, mit der 40D vergleichbare, Bedienung über das große Wahlrad am Kamerarückteil. Auch sehr nützlich sind die drei Custom-Programme, mit denen die Kamera, für die speziellen Aufnahmegebiete des Fotografen, voreinstellbar ist.



Ich hoffe, das Gerät schlägt sich im Alltag vergleichbar problemlos, wie seine Vorgänger in meiner Hand.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Archiv