Low-Budget Fotostudio (3)

aufbau-silber-falt.jpgGerade in der Porträtfotografie werden häufig Aufheller eingesetzt, um Stellen des Motivs gezielt und weniger intensiv, als mit einem Reflektor zu beleuchten.

Als Aufheller nutzen wir eine weisse Styropor-Dämmplatte aus dem Baumarkt. Wenn man die noch auf einer Seite schwarz anstreicht (Verträglichkeit vorher testen), kann man eine Platte als Aufheller, als auch als Lichtschlucker dienen. Alternativ tut es auch eine schwarze Bastelpappe, die gut an der Platte befestigt werden kann. Ebenso kann ein Reflektor hergestellt werden, indem eine weitere Platte von einer Seite mit silberner, auf der anderen Seite mit goldener Alu-Folie beklebt wird. Goldene Alufolie findet sich zum Beipiel oft in Verbandskästen in Form einer Rettungsdecke.

Diese Lösung ist im heimischen Fotostudio noch recht praktikabel. Im Outdoorbereich sind diese improvisierten Platten recht unhandlich und nur umständlich einsetzbar. Zudem sind sie natürlich recht empfindlich, wenn das Wetter einmal nicht so gut ist (soll im Sauerland ja schon mal vorgekommen sein 😉 ).

Weitaus vielseitiger ist ein Faltreflektor, den man häufig als 5-fach Reflektor bekommt.
Fünffach deshalb, weil der Reflektor leicht umgerüstet werden kann. Das Innenleben ist weiss transparent und dient als Diffusor.
Die Hülle lässt sich je nach Bedarf wenden. Sie ist weiss und silver auf der einen, schwarz und golden auf der anderen Seite. Dadurch lässt sich dieser handliche Reflektor wirklich sehr universell einsetzen. Ich nutze zwei dieser Faltreflektoren unterschiedlicher Größe sowohl im Studio, als auch Outdoor.


Diese Investition lohnt meiner Meinung nach auf jeden Fall!

Es gibt auch sehr edele Ausführungen, zum Teil mit Alu-Rahmen, die letztlich aber auch nur das Licht reflektieren. Die günstigen Faltreflektoren reichen für den von uns anvisierten Einsatzzweck auf jeden Fall aus.

Ich habe im Studio einmal die Auswirkungen eines Reflektors, sowie auch eines Aufhellers simuliert.

ohne.jpg Zuerst eine Aufnahme ohne Aufhellung. Die Lichtquelle befindet sich hier, wei auch bei allen folgenden Beispielbildern auf der linken Seite.
silber-eb.jpg Bei diesem Bild kam der Eigenbau-Reflektor auf Basis einer Styroporplatte zum Einsatz. Ich nutzte dabei die silberne Fläche.
Die, dem Hauptlichteinfall gegenüberliegende Gesichtshälfte ist hier deutlich aufgehellt. Vielleicht schon etwas zu heftig. Regulieren lässt sich der Wirkungsgrad mit dem Abstand des Reflektors zum Objekt.
aufbau-s-eb.jpg Hier ist der Gesamtaufbau zu erkennen. Links der Lichtschirm, rechts der selbstgebaute Reflektor.
weiss-eb.jpg
aufbau-w-eb.jpg  
Bei dieser Aufnahme habe ich nun anstelle der silbernen Seite die weisse Styroporseite bei gleichem Abstand zum Motiv gewählt.
Zu erkennen ist hier, dass die Stärke der Aufhellung etwas geringer ist. Insgesamt wirkt dieses Bild stimmiger. Darunter gleich der Versuchsaufbau.
silber-falt.jpg
aufbau-silber-falt.jpg
Hier habe ich zum Vergleich einen günstigen Faltreflektor eingesetzt. Zum Einsatz kam auch hier die silberne Seite.
Darunter wieder der Versuchsaufbau.
gold-falt.jpg
aufbau-gold-falt.jpg
Zum Schluss habe ich bei diesem Bild, im Gegensatz zu dem vorherigen, die goldene Seite des Reflektos genutzt. Deutlich zu sehen ist hier die wärmere Farbe der Beleuchtung auf der rechten Seite.
Diese Skulptur ist sicher nicht der eigentliche Einsatzzweck eines Gold-Reflektors. Gerade im Outdoorbereich ist die Wirkung bei Porträts jedoch enorm. Hierzu wird es später noch einen eigenen Beitrag geben.

Darunter wieder zur Anschauung der Versuchsaufbau.

Wie geht es weiter?

Das Objekt wird bereits ordentlich beleuchtet. Das Mobiliar des Raumes soll aber nicht vom Motiv ablenken. Wir befassen uns mit günstigen Möglichkeiten der Hintergrundmontage.

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